Tagung Mensch und Computer 2016

Abschlussveranstaltung der MuC 2016 in Aachen

Abschlussveranstaltung der MuC 2016 in Aachen

Schon zum sechzehnten Mail fand Anfang September, diesmal in Aachen, die Tagung Mensch und Computer statt. Eingeladen vom Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion und dem Berufsverband der Deutschen Usability und User Experience Professionals sowie der RWTH Aachen und dem Fraunhofer Institut FIT fanden über 700 Teilnehmer den Weg zur Tagung. Auch diese Jahr bot die Tagung wieder in Form von Präsentationen, Poster, Workshops, Tutorien und interaktiven Demos Einblicke in Entwicklungen in den Bereichen Usability, User Experience, Mensch-Computer-Interaktion, Computer-Supported Cooperative Work und Gestaltung interaktiver Medien.

Im Rahmen der Tagung wurden auf der Festveranstaltung im Rathaus Aachen neben dem Best Paper Award (an Mateus Dolata und Gerhard Schwabe (Universität Zürich) für ihren Beitrag „More interactivity with IT support in advisory service encounters?“ insbesondere die Preise zweier studentischer Wettbewerbe aus dem Themenspektrum des Fachbereichs vergeben – die Usability-Challenge und die CSCW-Challenge.

Die Beiträge der Tagung sind in drei Tagungsbänden veröffentlicht, die sie frei zugänglich in der Digitalen Bibliothek des Fachbereichs Mensch-Computer-Interaktion finden: http://dl.mensch-und-computer.de/handle/123456789/4874 für die MCI-Beiträge und -Workshops und http://dl.mensch-und-computer.de/handle/123456789/4878 für die Beiträge zur UP.

Wie immer ist nach der Tagung auch wieder vor der Tagung. Die Mensch und Computer 2017 wird vom 6. bis zum 9. September 2017 unter dem Motto „Spielend einfach interagieren“ an der Universität Regensburg stattfinden. Neben dem wissenschaftlichen Track zu Mensch-Computer-Interaktion wird es wieder den UP-Praxistrack geben. Und auch 2017 werden wieder die Usability- und die CSCW-Challenge für Studierende organisiert. Nähere Information zur Tagung finden Sie auf der Website der Tagung unter http://muc2017.mensch-und-computer.de/.


Michael Herczeg übergibt Sprecheramt des Fachbereichs

Poster Personen der Informatik (inoffiziell) - Michael Herczeg - 2016

Poster Personen der Informatik (inoffiziell) – Michael Herczeg – 2016

Ende August 2016 hat Michael Herczeg von der Universität zu Lübeck das Amt des Sprechers des Fachbereichs Mensch-Computer-Interaktion an seinen Nachfolger Michael Koch von der Universität der Bundeswehr München übergeben.

Michael Herczeg war sechs Jahre lang als Sprecher des Fachbereichs tätig und hat in dieser Zeit maßgeblich dazu beigetragen, dass im Fachbereich die Tagungsreihe Mensch und Computer zur größten HCI-Tagung in Europa entwickelt werden konnte. Auch sein Steckenpferd, die Digitale Bibliothek des Fachbereichs MCI, entwickelte sich in diesem Zeitraum substantiell zur größten Sammlung von sowohl historischen als auch aktuellen Volltexten zur (deutschsprachigen) Mensch-Computer-Interaktion.

Sein Nachfolger Michael Koch hat die Professur für Mensch-Computer-Interaktion an der Universität der Bundeswehr in München inne. Er war neben Michael Herczeg sechs Jahre lang stellvertretender Sprecher des Fachbereichs und zuvor neun Jahre lang Sprecher der Fachgruppe CSCW & Social Computing im Fachbereich.


i-com Special Issue: Smart Glasses

i-com Special Issue: Smart GlassesDie aktuelle Ausgabe der i-com zum Thema Smart Glasses wurde von Leif Oppermann und Wolfgang Prinz vom Fraunhofer FIT herausgegeben. Sie enthält eine Einleitung zur Geschichte und Technik von Smart Glasses sowie fünf wissenschaftliche Artikel und eine Fallstudie, die über deren Anwendung berichten.


Inhaltsverzeichnis:

  • Introduction to this Special Issue on Smart Glasses (Oppermann, Leif / Prinz, Wolfgang)
  • Wissenschaftliche Beiträge
    • Application Scenarios of Smart Glasses in the Industrial Sector (Hobert, Sebastian / Schumann, Matthias)
    • Smartglasses for the Triage of Casualties and the Identification of Hazardous Materials (Berndt, Henrik / Mentler, Tilo / Herczeg, Michael)
    • Serious Gaming in Augmented Reality using HMDs for Assessment of Upper Extremity Motor Dysfunctions (Cidota, Marina A. / Lukosch, Stephan G. / Dezentje, Paul / Bank, Paulina J. M. / Lukosch, Heide K. / Clifford, Rory M. S.)
    • Photo-enriched Documentation during Surgeries with Google Glass: An Exploratory Usability Study in a Department of Pediatric Surgery (Mentler, Tilo / Kappel, Janosch / Wünsch, Lutz / Herczeg, Michael)
    • Fashion or Technology? A Fashnology Perspective on the Perception and Adoption of Augmented Reality Smart Glasses (Rauschnabel, Philipp A. / Hein, Daniel W. E. / He, Jun / Ro, Young K. / Rawashdeh, Samir / Krulikowski, Bryan)
  • Kurzbeiträge / Fallstudien:
    • Technology for Behavior Change – Potential, Challenges, and Ethical Questions (Diefenbach, Sarah / Kapsner, Andreas / Laschke, Matthias / Niess, Jasmin / Ullrich, Daniel)
    • Usable Security – Results from a Field Study (Iacono, Luigi Lo / Nguyen, Hoai Viet / Schmitt, Hartmut)
    • Head-Mounted Displays in German Companies A Virtual, Augmented and Mixed Reality Check (Esser, Ralf / Oppermann, Leif)

Inhaltsverzeichnis der Zeitschrift beim Verlag


Universität der Bundeswehr München: W3 Professuren (DL: 15.10.2016)

An der Universität der Bundeswehr München wird das Forschungszentrum für Cyber Defence (CODE) wesentlich zum Forschungszentrum für „Cyber Defence und Smart Data“ der Bundeswehr und des Bundes erweitert. CODE wurde im Jahr 2013 mit der Zielsetzung gegründet, fakultätsübergreifend Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen sowie Kompetenzen aus Wirtschaft und staatlichen Einrichtungen in der Forschung im Bereich des Cyber- und Informationsraums zusammenzubringen. CODE verfolgt das Ziel, innovative technische Neuerungen und Konzepte zum Schutz von Daten, Software und IT-Systemen unter Beachtung gesetzlicher und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen, ganzheitlich, integrativ und interdisziplinär zu verwirklichen. Wichtige strategische Partnerschaften auf diesem Gebiet konnten bereits verfestigt werden. Ziel des Ausbaus ist, die Forschungsinitiativen der Bundeswehr und des Bundes im Bereich „Cyber Defence und Smart Data“ zu bündeln und das Forschungszentrum CODE als erste Adresse im Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr und des Bundes zu etablieren.

Im Rahmen des in der Fakultät bestehenden Bachelor- und Masterstudiengangs für Informatik wird bereits auf dem Gebiet der Cyber-Sicherheit geforscht und gelehrt. Geplant ist die Einführung eines neuen eigenständigen Masterstudiengangs „Cyber-Sicherheit“ mit Studienstart am 1. Januar 2018.

Vor diesem Hintergrund sind zum 1. Oktober 2017 in der Fakultät für Informatik an der Universität der Bundeswehr München elf Professuren zu besetzen.

Für die Besetzung der Professuren sucht die Universität der Bundeswehr München Persönlichkeiten mit herausragender wissenschaftlicher Qualifikation, die sich am Forschungszentrum CODE engagiert beteiligen. Neben exzellenter Forschung wird die Entwicklung anspruchsvoller Lehrveranstaltungen für den neuen Masterstudiengang „Cyber-Sicherheit“ sowie exzellente Lehre im jeweiligen Fachgebiet erwartet. Ebenso wird die Bereitschaft vorausgesetzt, zur Lehre im Bachelorstudiengang für Informatik beizutragen und sich mit anderen Fakultäten der Universität der Bundeswehr München zu vernetzen.

Den Professuren werden acht hervorragend ausgestattete Labore, die zeitnah durch einen Neubau realisiert werden, zur Verfügung stehen.

Voraussetzung für eine Bewerbung sind exzellente wissenschaftliche Leistungen, die durch eine Habilitation oder durch gleichwertige wissenschaftliche Leis- tungen sowie einschlägige Publikationen in Fachzeitschriften nachgewiesen werden. Lehrerfahrung im jeweiligen Fachgebiet der Professur ist wünschenswert. Die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber soll eine internationale Ausrichtung, zum Beispiel durch die Beteiligung an internationalen Forschungskooperationen, sowie Erfahrung in der Einwerbung von Drittmitteln aufweisen. Die Mitwirkung an der akademischen Selbstverwaltung der Universität gehört zu den Dienstaufgaben.

Ausgewählte (MCI/HCI-nahe) Professuren:

W3-Universitätsprofessur für Cyber-Physical-System Security

Der Verbund von vernetzten Anwendungen mit mechanischen und elektronischen Komponenten, z. B. in Industrie-Produktionsanlagen, Assistenzsystemen und Energieversorgungssystemen birgt neben zahlreichen Vorteilen auch das Risiko, dass solche Cyber-Physical-Systems mittels IT-Angriffen kompromittiert oder sabotiert werden.
Die Professur thematisiert die IT-Sicherheitseigenschaften von Cyber-Physical-Systems mit ihren spezifischen Randbedingungen wie zum Beispiel Ressourcenbeschränkungen eingebetteter Systeme, Echtzeitfähigkeit und physischem Zugriff durch Angreifer.

W3-Universitätsprofessur für Privacy Enhancing Technologies

Durch den anwenderseitig häufig sorglosen Umgang mit personenbezogenen Daten in Kombination mit den kommerziellen Interessen und mangelnden Schutzmaßnahmen auf Seiten vieler Internet-Dienstleister sinken der Aufwand und die Risiken unter anderem von Identitätsdiebstahl für organisierte Kriminelle. Von der Professur für Privacy Enhancing Technologies werden neuartige Ansätze erforscht, um die unnötige oder unerwünschte Preisgabe von Informationen bei der Nutzung vernetzter Anwendungen zu eliminieren oder zumindest zu minimieren und sicherzustellen, dass die hinterlegten Daten nicht ohne Zustimmung des Anwenders ausgewertet und weitergegeben werden.

W3-Universitätsprofessur für Usable Security and Privacy

IT-Sicherheit und Datenschutz erfordern die Umsetzung und Nutzung technischer Mechanismen, die nicht zuletzt aufgrund ihrer Komplexität viele Anwender bislang überfordern; beispielsweise wurden Verfahren zur E-Mail-Verschlüsselung jahrzehntelang nur von IT-affinen Anwendern eingesetzt, da der Installations- und Nutzungsaufwand in Relation zum subjektiven Nutzen zu hoch ist.

Die Professur für Usable Security and Privacy bearbeitet anwenderorientierte Ansätze bei der Konzeption von Sicherheits- und Datenschutzverfahren und der Implementierung von graphischen Ober ächen für Mensch-Computer-Interaktionen, um die Anwendungsfreundlichkeit und damit den ächendeckenden Einsatz wichtiger Schutzmaßnahmen zu erhöhen.

Siehe für die vollständige Liste der ausgeschriebenen Professuren:
https://www.unibw.de/praes/service/jobboerse/index_html?id=84976&tid=index_html
oder
https://www.academics.de/action/av/search/luf?action=search&partialSubmission=false&saveSearch=false&editing=false&agentId=&mode=&searchString=bundeswehr&suchen=

Die Universität der Bundeswehr München bietet vorrangig für Offizieranwärter/-innen und Offiziere ein wissenschaftliches Studium an, das im Trimestersystem zu Bachelor- und Masterabschlüssen führt. Daneben bildet sie im Rahmen freier Kapazitäten zivile Studierende aus. Das Studium wird durch fächerübergreifende, berufsqualifizierende Anteile des integralen Begleitstudiums studium plus ergänzt.

Die Einstellungsvoraussetzungen und die dienstrechtliche Stellung von Professorinnen und Professoren richten sich nach dem Bundesbeamtengesetz. In das Beamtenverhältnis kann berufen werden, wer am Tag der Ernennung das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Die Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Professorinnen an und fordert deshalb ausdrücklich Wissenschaftlerinnen zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Bitte richten Sie die üblichen Bewerbungsunterlagen bis zum 15. Oktober 2016 als vertrauliche Personalsache an den Dekan der Fakultät für Informatik der Universität der Bundeswehr München, 85577 Neubiberg.


GI veröffentlicht Empfehlungen zum Informatikstudium

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat im Juli 2016 „Empfehlungen zu Bachelor- und Masterprogrammen im Studienfach Informatik an Hochschulen“ verabschiedet. Sie novelliert damit ihre Leitlinien aus dem Jahr 2005.

Mit diesen Empfehlungen setzt die GI Leitlinien für Ziele, Inhalte und Niveau der Bachelor- und Master-Programme im Studienfach Informatik und regt zur Diskussion über Verbesserungen und neue Wege in der Informatik-Ausbildung an. Die Empfehlungen berücksichtigen die Weiterentwicklungen in der Informatik, die sich ändernden Voraussetzungen der Studienanfänger und hochschulübergreifend auftretende Strukturänderungen wie das Teilzeitstudium. Sie können darüber hinaus als Orientierung für die Akkreditierung von Studiengängen dienen.

Die Empfehlungen gliedern sich in die Kapitel Ausbildungsziele, Inhaltsbereiche und Empfehlungen für ihre Umsetzung, Organisatorische und strukturelle Anforderungen sowie Qualitätssicherung.

GI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer: „Die Qualität des Informatikstudiums ist ein wesentlicher Baustein für den beruflichen Erfolg der Informatik-Absolventinnen und -Absolventen und damit auch für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in den entsprechenden Branchen. Anhand der jetzt vorliegenden Empfehlungen lassen sich ausgewogene und zukunftsträchtige Studiengänge konzipieren, in denen die Studierenden auf hohem, fachlichen Niveau ausgebildet werden.“

“Mensch-Computer-Interaktion” ist in der neuen Empfehlung als eine der siebzehn kognitiven Kompetenzen aufgeführt, die im Rahmen eines Informatik-Studiums erlangt werden muss.

Die Empfehlungen finden sich zum Herunterladen unter https://www.gi.de/fileadmin/redaktion/empfehlungen/GI-Empfehlungen_Bachelor-Master-Informatik2016.pdf.


Tagung Mensch und Computer – Call for Bids

muc-logoDie Fachkonferenz „Mensch und Computer“ findet jährlich an wechselnden Orten im deutschsprachigen Raum statt. Hierzu sucht das Leitungsgremium des Fachbereichs Mensch-Computer-Interaktion laufend aktiv nach geeigneten Ausrichtern.

Termin für die Veranstaltung ist immer in der ersten Septemberwoche – von Sonntag (Workshoptag) bis Mittwoch (Mittag). Die Veranstaltung wird von der Gesellschaft für Informatik (GI) als dem offiziellen Träger finanziell abgesichert. Idealerweise sollte die Veranstaltung in Hochschulen oder anderen öffentlichen Räumlichkeiten stattfinden, für die keine oder nur geringe Mietkosten anfallen. Weitere Details zur Ausrichtung haben wir in einem Handbuch für Ausrichter gesammelt, das wir mit weiteren Unterlagen wie Design-Guidelines und Design-Vorlagen zur Verfügung stellen.

Die Auswahl der Ausrichter erfolgt durch das Leitungsgremium des Fachbereichs Mensch-Computer-Interaktion der Gesellschaft für Informatik ca. 18-24 Monate vor der Tagung.

Zur Bewerbung ist kein formaler Prozess notwendig, Sie sollten aber ein informelles Dokument mit folgenden Informationen zusammenstellen:

  • ausrichtendes Team mit Verantwortlichen
  • avisierte Räumlichkeiten und eventuell dafür anfallende Kosten
  • Verkehrsanbindung des Konferenzortes
  • Unterkunftsmöglichkeiten in der Nähe des Konferenzortes
  • Möglichkeiten für den Social Event (normalerweise am Montag Abend – idealerweise ein kommunikativer Ort, an dem Buffet-Verpflegung möglich ist)
  • andere Besonderheiten, Ideen, Wünsche
  • in welchen Jahren eine Ausrichtung möglich und gewünscht wäre

Wir freuen uns über aussagekräftige Bewerbungen, gerichtet an den Sprecher des Arbeitskreises Veranstaltungen im Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion unter veranstaltungen@mensch-und-computer.de. Natürlich beantworten wir über diesen Weg auch weitere Fragen im Vorfeld einer Bewerbung.

Siehe auch den Call-for-Bids auf der Website der Tagungsreihe: http://www.mensch-und-computer.de/call-for-bids/


Grand Challenges der Informatik

gc4-202x300Ein Arbeitskreis des GI-Präsidiums hat sich unter Leitung von Ex-Vizepräsidentin Simone Rehm mit der Frage beschäftigt, was große Herausforderungen der Informatik in der Zukunft sein könnten. Aus den eingereichten Vorschlägen wurden durch das Präsidium schließlich fünf Themen als die (ersten) Grand Challenges der Informatik ausgewählt.

Eine „Grand Challenge“ in / für die Informatik ist dabei ein grundsätzliches (fundamentales) Problem, dessen Lösung (mit Informatik-Hilfsmitteln) einen deutlich spürbaren Fortschritt in ökonomischer, sozialer oder gesellschaftlicher Hinsicht für unser aller Leben bedeutet.

Der Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion der GI hat in Zusammenarbeit mit Aktivisten aus anderen anderen Fachbereichen die Grand Challenge “Allgegenwärtige Mensch-Computer-Interaktion” eingebracht.


Die Kurzbeschreibung dazu lautet:

In unserer immer mehr von digitalen Kommunikations- und Informationsangeboten bestimmten Welt entscheidet die wirkungsvolle Nutzung von Computern – insbesondere die Interaktion zwischen Mensch und Computer – zunehmend über persönlichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Wie kann die Informatik bei der Gestaltung von Interaktion und Benutzungsschnittstellen dazu beitragen, dass Menschen möglichst aller Altersstufen, körperlicher und geistiger Verfassung, Bildungsabschlüsse, kultureller Hintergründe, gesellschaftlicher Funktionen und ökonomischer Möglichkeiten gleichermaßen von der Informationstechnologie profitieren können?

Mit der Weiterentwicklung interaktiver und multimedialer Anwendungssysteme steigt auch deren Komplexität. Anwender haben inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Interaktionsgeräte zur Verfügung: private mobile Geräte, Tablets, interaktive Tische, öffentliche Interaktionswände und vieles mehr. Wie lässt sich sicherstellen, dass Einzelpersonen oder Gruppen diese Geräte intuitiv erfolgreich nutzen können? Niemand möchte für jedes Gerät eine ausführliche Gebrauchsanweisung studieren. Außerdem werden immer mehr Dienste über diese Geräte angeboten und genutzt. Die Dienste und ihre Verknüpfungen untereinander sind heute oft nicht verständlich. Eine benutzergerechte Gestaltung der Mensch-Computer-Interaktion bezieht daher auch die genutzten Dienste ein und integriert sie in ein transparentes und verständliches Gesamtkonzept. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Absehbarkeit von Folgen. Da Menschen bei der Interaktion mit Computern vielfach Aktionen wie den Abschluss eines Vertrages oder die Übermittlung persönlicher Daten auslösen, sollten sie bereits vor der Interaktion die Konsequenzen ihres Handelns verlässlich einschätzen können.

Eine unmittelbar verständliche oder selbsterklärende Nutzung ist ein wichtiges Teilziel bei der Senkung der Zugangsvoraussetzungen. Neben Fragen der Software-Ergonomie spielt dabei die Fähigkeit zur kontextgerechten Konfiguration und Adaption eine wichtige Rolle. Der Anspruch adaptiver Informationssysteme ist es, sich automatisch und intelligent an den Nutzerkontext anzupassen, um Interaktion einfach, wirkungsvoll und individuell zu machen. Neue Interaktionswege – etwa die Verarbeitung natürlicher Sprache oder das Erkennen von Gesten – setzen wenn möglich direkt bei den natürlichen Fähigkeiten des Menschen an. Trotz beachtlicher Fortschritte in den letzten Jahren gibt es große Herausforderungen und Chancen gerade bei der transparenten Integration auf verschiedenen Ebenen. Interdisziplinarität und Zusammenarbeit von Experten aus Informatik, Psychologie, Design und anderen Fachgebieten sind gefragt.

Angemessen gestaltete Mensch-Computer-Interaktion soll es Menschen aller Alters- und Bildungsstufen künftig erlauben, die inzwischen allgegenwärtigen Kommunikations- und Informationsangebote mühelos zu nutzen und an gesellschaftlichen Prozessen in Bildung, Kultur und Politik teilzunehmen. Idealerweise schaffen Interaktionssysteme während der Nutzung ein Bewusstsein für die Folgen der Interaktion sowie für die Verantwortung des Nutzers für sich und andere.


Universität Bayreuth: W3-Professur für Serious Games (DL: 12.08.2016)

Die Universität Bayreuth ist eine forschungsorientierte Universität mit international kompetitiven und interdisziplinär ausgerichteten Profilfeldern in Forschung und Lehre. An der Fakultät für Mathematik, Physik und Informatik der Universität Bayreuth ist zum 1.10.2016 eine
W3-Professur für Serious Games
im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu besetzen.

Die Stelleninhaberin / Der Stelleninhaber soll als Schnittstelle zwischen den Fächern Informatik und Medienwissenschaft im Bereich der Computerspielwissenschaften mit Schwerpunkt in der Informatik arbeiten. Erwünscht sind Forschungsschwerpunkte auf mehreren der folgenden Gebiete: Computerspielforschung, Mobile Games, Virtuelle und Augmentierte Realität, Mensch-Computer-Interaktion, Informatik im Kontext Medien und Gesellschaft, Technikfolgeforschung, Systemanalyse und Spezifikation. Die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln wird erwartet.

Die Stelleninhaberin / Der Stelleninhaber ist in der Lehre an den grundständigen Informatik-Studiengängen sowie den kooperativen Studiengängen der Informatik und der Medienwissenschaft beteiligt, insbesondere am Kombinationsfach “Angewandte Informatik-Multimedia”, an den Masterstudiengängen “Computerspielwissenschaften” sowie “Medienkultur und Medienwirtschaft” und an den Promotionsprogrammen “Computerspielwissen­schaften” sowie “Medienkultur und Medienwirtschaft”.

Die Ausschreibung und Besetzung dieser Professur erfolgt im Rahmen des Zentrums Digitalisierung.Bayern (ZD.B), dem zentralen Element der Digitalisierungsstrategie BAYERN DIGITAL. Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird erwartet, dass sie mit der Geschäftsstelle des ZD.B in Garching bei München (Webauftritt: http://www.zentrum-digitalisierung.bayern/) zusammenarbeiten und ihre Forschungsarbeit in die Projekte und Aktivitäten des ZD.B einbringen.

Einstellungsvoraussetzungen sind (gemäß Art. 7 und 10 Abs. 3 BayHSch- PG) ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung, besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird, und eine Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen, die auch im Rahmen einer Juniorprofessur oder außerhalb des Hochschulbereiches erbracht sein können. Die Fähigkeit, in englischer Sprache zu unterrichten, wird erwartet. In das Beamtenverhältnis kann berufen werden, wer das 52. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (Art. 10 Abs. 3 BayHSchPG).

Die Universität Bayreuth strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen in Forschung und Lehre an (gemäß Art. 4 Abs. 1 Satz 1 BayHSchG) und fordert Wissenschaftlerinnen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Um die Diversität ihres Professorenkollegiums weiter zu erhöhen, werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mehr Vielfalt in das Forschungs- und Lehrprofil der Universität Bayreuth einbringen, um ihre Bewerbung gebeten. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind sehr willkommen. Die Universität Bayreuth ist zertifiziert als Familiengerechte Hochschule, hat erfolgreich am HRK-Audit “Internationalisierung der Hochschule” teilgenommen und bietet einen Dual Career Support.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf mit wissenschaftlichem Werdegang, Zeugnisse, Urkunden, Schriftenverzeichnis, Darstellung der wissenschaftlichen Arbeitsgebiete und Verzeichnis der Lehrveranstaltungen) werden bis zum 12. 8. 2016 erbeten an den Dekan der Fakultät für Mathematik, Physik und Informatik, 95440 Bayreuth. Die Unterlagen werden nach Beendigung des Berufungsverfahrens nicht zurückgeschickt, sondern nach Abschluss des Auswahlverfahrens gemäß den Anforderungen des Datenschutzes unwiederbringlich entsorgt. Neben der schriftlichen Bewerbung erwarten wir eine identische Kopie Ihrer Bewerbung in genau einer PDF-Datei (max. 30 MB) an dekanat.mpi@uni-bayreuth.de.


Veranstaltung Living in Digital Ecologies

Welche Chancen und Risiken bietet eine allgegenwärtige Mensch-Computer-Interaktion für eine digitale Gesellschaft? Diesen Fragen ging der Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion (MCI) der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) in einer öffentlichen Veranstaltung am 2. Juni 2016 in Berlin nach.

Informatik kann im interdisziplinären Austausch bei der Gestaltung von Benutzungsschnittstellen für Mensch-Computer-Systeme dazu beitragen, dass zukünftig alle Menschen von Informationstechnologien profitieren. Eine in absehbarer Zukunft allgegenwärtige Mensch-Computer-Interaktion (siehe GI Grand Challenges) stellt auch eine ökonomische Dimension einer sich zunehmend digitalisierenden Gesellschaft dar. Dabei stellen sich neben technischen und ökonomischen Fragen vor allem auch solche zu Komplexität, Transparenz und Vertrauen bei der Nutzung digitaler Technologien. Wie sehen zukunftsweisende Ansätze in wichtigen und innovativen Anwendungsszenarien aus, die Mensch, Technik und Anwendung geeignet zusammenbringen?

Der Fachbereich MCI der GI präsentierte hierzu am 2. Juni 2016 von 17 bis 21 Uhr im Spreepalais in Berlin mit kurzen Vorträgen, Postern und Prototypen neue Konzepte und Innovationen interaktiver Systeme. Der GI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer sprach ein Grußwort unter dem Titel „Grand Challenges der Informatik – Zur Bedeutung des Human Centered Computing“. MinDirig. Dr. Andreas Goerdeler, Leiter der Unterabteilung Nationale und Europäische Digitale Agenda des Bundeswirtschaftsministeriums, folgte einer Einladung und sprach zum Thema „Usability – Eine zentrale Herausforderung für die digitale Transformation des deutschen Mittelstand“. Mit einem anschließenden Fachvortrag gaben Prof. Dr. Volker Wulf und Prof. Dr. Albrecht Schmidt Einführung und Übersicht in die aktuellen Fragenstellungen und die gezeigten Prototypen. Die Veranstaltung wurde vom Sprecher des Fachbereichs MCI, Prof. Dr. Michael Herczeg, moderiert. Es nahmen etwa 100 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet teil.

Die Veranstaltung ist der Auftakt weiterer Veranstaltungen in diesem Format, um Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik regelmäßig in aktuellen Fragen zu Digitalisierung und der besonderen Rolle der Mensch-Computer-Interaktion zusammenzubringen. Die gesellschaftlichen Möglichkeiten und Implikationen einer allgegenwärtigen Mensch-Computer-Interaktion werden dabei im Fokus stehen.

2016-06-02-01
Foto: Nina Hrkalovic (GI),
links im Bild Prof. Dr. Peter Liggesmeyer (GI), rechts im Bild MinDirig. Dr. Andreas Goerdeler (BMWi)

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Foto: Nina Hrkalovic (GI),
Teilnehmer der Veranstaltung bei den Vorträgen

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Foto: Nina Hrkalovic (GI),
Teilnehmer der Veranstaltung bei den Postern und Systemdemonstrationen

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Foto: Nina Hrkalovic (GI),
links im Bild MinDirig. Dr. Andreas Goerdeler (BMWi) am Stand der Universität Stuttgart


LMU München: W3 Informatik, SP Human-Centered Ubiquitous Media (DL: 02.06.2016)

An der Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität München ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Professur (W3) für Informatik mit Schwerpunkt „Human-Centered Ubiquitous Media“ (Lehrstuhl) zu besetzen. Die Professur vertritt das Fach Informatik im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion, Ubiquitous Computing und Digitale Medien in Forschung und Lehre in seiner ganzen Breite. Die Ausschreibung und Besetzung dieser Professur erfolgt im Rahmen des Zentrums Digitalisierung.Bayern (ZD.B), dem zentralen Element der Digitalisierungsstrategie BAYERN DIGITAL. Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird erwartet, dass sie mit der Geschäftsstelle des ZD.B in Garching bei München (Webauftritt: http://www.zentrumdigitalisierung.bayern/) zusammenarbeiten und ihre Forschungsarbeit in die Projekte und Aktivitäten des ZD.B einbringen. Es ist eine Mitwirkung im Innovationszentrum „Mobiles Internet“ sowie im Zentrum für Internetforschung und Medienintegration (ZIM) der LMU geplant. Der fachliche Schwerpunkt umfasst unter anderem folgende Forschungsthemen: Neue Erscheinungs- und Interaktionsformen digitaler Medien sowie deren Organisation, nutzbare Methoden zum Schutz der Sicherheit und Privatsphäre, Nutzer- und Kontext-Modellierung und -Adaption, sozial akzeptable Interaktionsformen. Die Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung und die aktive Drittmitteleinwerbung werden erwartet. Die LMU möchte eine hervorragend ausgewiesene Persönlichkeit gewinnen, die ihre wissenschaftliche Qualifikation im Anschluss an ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie eine überdurchschnittliche Promotion oder eine vergleichbare besondere Befähigung durch international sichtbare, exzellente Leistungen in Forschung und Lehre nachgewiesen hat. Bei einer Einstellung im Beamtenverhältnis darf das 52. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Ernennung noch nicht vollendet sein. In dringenden Fällen können hiervon Ausnahmen zugelassen werden. Die LMU strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben. Schwerbehinderte werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt. Die LMU bietet Unterstützung für Doppelkarriere-Paare an. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Urkunden, Schriftenverzeichnis) sind bis zum 02.06.2016 beim Dekan der Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Andreas Rosenschon, Theresienstraße 39, 80333 München, einzureichen. Es wird gebeten, die Unterlagen auch in elektronischer Form als ein pdf file (nicht größer als 10 MB) an dekanat16@lmu.de zu senden.